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bildberatung.ch arbeitet mit einem im Prinzip sehr einfachen Modell, um Sie im Umgang mit Bildern zu beraten. Es unterscheidet fünf Dimensionen:
– Vermittler, die etwas kommunizieren wollen
– Sache, die kommuniziert werden soll
– Medium des Kommunikationsprozesses
– Ästhetik, wie etwas gezeigt wird
– Rezipienten, die etwas verstehen

Entscheidend in der Arbeit mit diesem Modell ist, wie diese formalen Dimensionen im konkreten Fall inhaltlich bewertet, zueinander ins Verhältnis gesetzt und – wenn dies die Aufgabe ist – im Medium umgesetzt werden.
Folgende Stichworte für den Gebrauch eines Bildes sollen dies beispielhaft andeuten:
Vermittler
Hier geht es allgemein um Habitus, Institution, Orientierung, Intentionalität. Welche Schemata sind bestimmend (der Disziplin, Branche, rechtliche, ethische…)? Welches sind die kommunikativen Absichten (informieren, appellieren, ästhetisieren…)? Wer selektioniert Bilder aufgrund welcher Kriterien? Welche Intentionen werden einem bestimmten Bild zugeschrieben? Bringen die gewählten Mittel die Intentionen zum Ausdruck? …
Sache
Da geht es um den die Botschaft, die Bedeutung die übermittelt werden soll. Merke: Sachverhalt und Sachverhalt im Bild sind nie deckungsgleich.
Medium
Darunter sind nicht die Bildtechnik (Diagramm, Skizze, Visualisierung, Fotografie…) und das Verbreitungsmedium (Flyer, Fachzeitschrift, Web…) zu verstehen, sondern auch die einem Bild in einem Gesamtgefüge von Medium, Bild und Text zugeordnete Funktion (Information, Schmuck, Beweis, Illustration, Wiederholung, Steigerung…)
Ästhetik
Nicht nur durch die Sache, sondern auch durch das die Art und Weise der Erscheinung werden Bedeutungen vermittelt. Stil und Syntax eines Bildes – Formen, Farben und Strukturen – legen nahe, wie ein Motiv gesehen werden will. Wie erscheint es? Ist es eine aufdringliche oder zurückhaltende Ästhetik? Bekannt oder innovativ? Künstlerische oder funktionale Bezüge? Verführung oder Information?…
Rezipienten
Hier bestimmen Habitus, Orientierung, Interessen über Deutung und Wirkung einer Bildkommunikation. Optionen der Bildwahrnehmung liegen etwa in Unterscheidungen wie sinnlichem oder rationalem Zugang, Aussagen- oder Bildorientierung, Botschafts- oder Selbstbezug. Die Spannung zwischen Bildintention und Nachvollzug entscheidet über Gelingen oder Misslingen.
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